Heinrich Tönnies

Orginalschrift des Vortrages von Herrn Tönnies vom 10.10.1997 in Stuttgart über die bedarfsorientierte Ernährung

 

EINFÜHRUNG IN DIE BEDARFSORIENTIERTE ERNÄHRUNG

Wenn der Mensch nicht mehr die gewohnten Speisen, viel Fleisch und Süßigkeiten, Genußmittelkonsum (Kaffee, Alkohol, Tabak), verträgt. Befindlichkeitsstörungen, Beschwerden oder Schmerzen hat, die Leistung im Berufsleben stark eingeschränkt ist, die Zeit in den Erholungsphasen, die Freizeit auch keine Freude mehr bereitet, wenn die Gesundheit abhanden gekommen ist, erst dann erkennt man ihren Wert.

Dann spürt man es deutlich: „ohne Gesundheit ist alles nichts“.

Mit allen möglichen Tricks und Methoden versucht der Betroffene nun seine Gesundheit, so wie er diese sich vorstellt, wiederzugewinnen.

Er möchte alles so machen, wie vorher, bevor die Krankheit entstand: Tabak, Alkohol, Bohnenkaffee, Fleisch, Wurst, Süßspeisen, Süßigkeiten. Er möchte alles in Mengen genießen, so – wie es zur Krankheit führte und wieder führen würde.

Die Heilkunde lebt durch die Unvernunft, dem Unverstand der Menschen.

Es werden probiert:

Massagen, Bestrahlungen, Packungen, Bäder, Gesundheitsgymnastik, Akupunktur, Hypnose, Psychotherapie, Wassertherapie wie Kneippgüsse, Trinkkuren mit Meerwasser oder Mineralwasser aus Heilquellen, Heilkräuter, Homöopathie.

Es werden auch noch Diäten probiert. Man macht Kuren:

► Obst und Getreide „nur von Rohkost“ morgentliche Getreidemahlzeit, Getreideflocken, gemahlenes Getreide als Brei gekocht, über Nacht eingeweicht als Rohkost, mit Milch, Sahne und Obst, vormittags nur Obst, Leben ohne Brot, (Fleisch, Milch, Käse usw.)

►Kuren, die den Körper nicht in sinnvoller Weise, der jeweiligen Krankheit entsprechend, bedarfsorientiert ernähren, erzielen nur mäßige Resultate und können auch nur die bestimmten Leiden zeitweise lindern, keinen dauerhaften Erfolg bewirken. Jede Diät oder Kur ist einseitige Mangelernährung und verursacht über längere Zeit angewandt andere Schäden.

Vergessen sie sämtliche Ernährungslehren und Ernährungsformen wie Trennkost, Hollywood-Kur, Fisch-, Brigitte-Diät usw.

Grundlage einer gesunden Ernährung , die auch die Darmflora gesund erhält, unsere Darmbakterien benötigen eine intakte Pflanzenzellulose für ihren Stoffwechsel. Die Darmbakterien produzieren den Vit. B-Komplex und kurzkettige Fettsäuren, die die Schleimhaut des Dickdarms für ihre Ernähung benötigt.

1. Die Nahrungsmittel, besonders Gemüse, sollten nicht zu weich gekocht werden.

2. Gefrorenes Gemüse: grundsätzlich kein gefrorenes Gemüse verwenden, außer es sind winterfeste Sorten wie Rosenkohl, Grünkohl oder Samen wie grüne Erbsen.

3. gefrorenes Obst: absoluter Unsinn, da Obst nicht winterfest ist.

4. Schellkochtopf: durch den Dampfdruck quillt die Pflanzenzellulose zu sehr, zerfällt die Pflanzenzellulose schon im oberen Darmabschnitt (Dünndarm), entstehen im Darm gluckernde Geräusche. Zeichen einer leichten Darmreizung. (durch zu viel schwarzen Tee auch bei Vit. A und Niacin Mangel)

5. Mikrowellenherd: beim Erhitzen von Lebensmittel in der Mikrowelle bilden sich Radikale, die krebserregend sein können. Vitamine, Aminosäuren werden zu hoch erhitzt und dadurch verlieren sie teilweise ihre biologische Aktivität.

6. Haushaltskaffeemaschine: nicht benutzen, keinen Filterkaffee oder Instantkaffee

7. Achten Sie auf genügend Salz, besonders an Gemüse. verwenden Sie kein rieselfähiges Salz.

 

Iß morgens wie ein kaiser, mittags wie ein König, abends wie ein Bettelmann

morgens ein eiweißreiches Frühstück englischer Art (Ei, Schinken, Käse) abends Kohlehydrate (Getreide, Reis) und zu dessen Verwertung Kalium und Magnesium, (Salate und Gemüse). Damit durch Gemüse (Kaliumüberschuß) keine Störungen im Darm entstehen, ist ausreichend Salz notwendig.

Ernährung kann nicht gesund sein, wenn durch diese der Darm erkrankt.

Der Tod sitzt im Darm